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Unmittelbar hinter der Küste zwischen Heiligendamm und
Börgerende erstreckt sich die Conventer Niederung. Das
Gebiet umfasst etwa 1200 Hektar. Davon sind seit 1939 ca.
246,12 Hektar Naturschutzgebiet. Das Kernstück ist der
Conventer See, Rest einer flachen Meeresbucht, die durch Nehrung
und Geröllwall von der Ostsee getrennt wurde und verlandete.
Der See galt einst als der aalreichste in Deutschland. Doch
in interessierten bzw. Fachkreisen wurde er wegen seiner wohl
einmaligen Vogelwelt bekannt.
Die Vielfalt von Sumpf- und Wasservögel ist für
ihn charakteristisch. Dieser Artenreichtum wird durch die
unmittelbare Nähe der Ostsee besonders beeinflusst.
Heute ist der See ein wichtiges Durchzugs- und Rastgebiet
zahlreicher Vogelarten. Besonders nordische Bless- und Saatgänse
nutzen den See und seine Niederung als Rastplatz. Insgesamt
werden 260 Vogelarten nachgewiesen wie zum Beispiel Haubentaucher,
Höckerschwan, Stockente, Blessralle, Großer Rohrdommel,
Rohrweihe, Teichrohrsänger, Rohrschwirl, Bartmeise und
Rohrammer.
Durch den Bau eines 8,5 km langen Randkanals, der 1970 fertiggestellt
wurde, hat der See zur Zeit keine direkte Verbindung zur Ostsee.
Eine Wanderung von der Jemnitzschleuse entlang des Randkanals
bis in den Großen Wohld vermittelt einen nachhaltigen
Eindruck von der Niederung und ihrer Vogelwelt.
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